Die Heterogenität von LeMi-Lehrkräften sehen wir als eine unserer großen Stärken an. Diese Symbiose der unterschiedlichen Hintergründe – in schulischer wie auch kultureller Hinsicht – ermöglicht ganz neue Sicht- und Herangehensweisen an die interkulturellen Herausforderungen in den Lernorten Schule und Gesellschaft.

Eine zunehmende Anzahl von Schülerinnen und Schüler in Bayern haben eine Zuwanderungsgeschichte. In den großen Städten sind es bis zu 40 %. Doch Lehrkräfte mit Migrationshintergrund (MH) gibt es bisher nur sehr vereinzelt. Dabei brauchen Schülerinnen und Schüler Vorbilder, mit denen sie sich identifizieren können. Diese Vorbildfunktion übernehmen vielfach die Lehrkräfte. Lehrerinnen und Lehrer mit MH können den Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien, die oft aus bildungsfernen Schichten kommen, durch das eigene Beispiel die Wertschätzung der eigenen Identität zeigen und vermitteln, dass man auch als Migrant oder Migrantin im öffentlichen Bildungswesen etwas bewirken kann. Dies kann die Motivation von Jugendlichen erhöhen, den Lehrerberuf zu ergreifen, was sich die Jugendlichen trotz entsprechender Leistung und Eignung oft noch gar nicht vorstellen können.