Ziele des LeMi Vereins

Der Ausbau und die Pflege eines Netzwerks von Lehrkräften mit Migrationsgeschichte, deren bi- oder sogar multikulturelles Potenzial genutzt werden soll, sind das Primärziel unseres Vereines. Das Netzwerk dient dem Erfahrungsaustausch bei Maßnahmen zur besseren Verständigung verschiedener Ethnien und Kulturen im Bildungssektor und der Förderung des friedlichen Zusammenlebens dieser Gruppen.

Um dieses langfristige Ziel zu erreichen, müssen die interkulturelle Kommunikation und auch das interkulturelle Lernen in den Schulen und in deren Umfeld verbessert werden. Dies wird den allmählichen Abbau der Diskriminierung von Menschen sowie mit als auch ohne Migrationsgeschichte und von ethnisch-kulturellen Minderheiten zur Folge haben. Dieses Vorhaben schließt auch präventive Maßnahmen gegen allgemeine Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ein. Durch stärkere Eigeninitiative, mehr bürgerschaftliches Engagement und eine höhere Partizipation der Jugendlichen und ihrer Eltern in ihrem Lebensumfeld kann der fortschreitenden Entfremdung der kulturellen Gruppierungen entgegengewirkt werden.

Allerdings wird das nur möglich sein, wenn wir die schulische, berufliche und soziale Gleichstellung von Kindern und Jugendlichen, sowie Familien mit Migrationsgeschichte gewährleisten können. Dazu sind ganzheitliche, interdisziplinäre und lernortübergreifende Maßnahmen von Nöten, was mit Projekten zur Eltern- und Jugendarbeit in Kooperation mit den Schulen erreicht werden soll.

Bundes-LeMi macht es sich dafür also zur Aufgabe, bereits vorhandene wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen ihrer Mitglieder und externer Mitarbeiter zur Integration anderer Kulturen zu sammeln, sie aufzubereiten, um diese anzuwenden bzw. allen  Lehrkräften zur Anwendung bereitzustellen, sodass Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte im Schulsystem und dessen Umfeld intensiver gefördert und dadurch gestärkt werden können.