LeMi-Bundesnetzwerk der

Lehrkräfte

mit Migrationensgeschichte e.V.

Interkulturelle Beratung

 

schlercampus 2010 hp 2                                                                                                             

 

 

   

Interkulturelle   LeMi-Beratung

LeMi-Bundesnetzwerk bietet Beratungen beim Umgang mit interkulturellen bzw. Diversity-bezogenen Konflikten.
Unsere Lehrkräfte beraten und begleiten bei der Einführung bzw. Weiterentwicklung einer nachhaltigen Vielfaltsstrategie für Schulen und Förderung von Willkommenskultur.
Unsere Lehrkräfte beraten Entscheidungsträger*innen sowie Einrichtungen der Bildung und Erziehung.

Hierbei ist dem LeMi-Bundesnetzwerk wichtig, mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Bildung, Migration und Erziehung im Austausch zu stehen.

 

 

 

Interkulturelle Schulentwicklung

 

Der Leitfaden Interkulturelle Schulentwicklung steht zum Download bereit unter:

 

Interkulturelle Schulentwicklung

 


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Sprachförderung

Sprachförderung

Sprachprobleme in der Schule und sprachsensibler Fachunterricht

Die Tatsache, dass Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund überdurchschnittlich oft mit sprachlichen Problemen in der Schule zu kämpfen haben, lässt sich erklären, wenn man sich den Mechanismus des Zweitsprachenerwerbs genauer anschaut.

„Isch kauf Edeka!“ – Die Macher des Werbespots für die erwähnte Supermarktkette legen dem türkischstämmigen Comedian Kaya Yanar diesen Satz in den Mund. Es handelt sich um eine Art Wortspiel, denn während Yanar wegen dieser Aussage von einem anderen Kunden im Geschäft verbessert wird, es heiße doch „bei Edeka“, sodass man hier eine Anspielung auf eine Interferenz mit der Muttersprache des Comedian hat, wird selbiger von einem ebenfalls anwesenden Verkäufer richtig verstanden – er kauft Edeka-Produkte.

Auch wenn es sich hier nur um eine Spielerei handelt, solche Interferenzfehler, d. h. durch die Einwirkung des wie in diesem Fall türkischen Sprachsystems auf das deutsche entstehende Fehler sind nach wie vor keine Seltenheit. Betroffen sind Kinder und Jugendliche, die Deutsch erst im Kindergarten oder sogar in der Schule gelernt haben. I. d. R. hat in diesen Familien ein Elternteil, meist die Mutter, aus dem Heimatland nach Deutschland eingeheiratet. Er spricht kein oder zumindest kaum Deutsch, sodass die Erstsprache des Kindes die ‚Muttersprache‘ wird. Beim Erlernen der Zweitsprache Deutsch werden dann Regeln der bereits gefestigten Erstsprache auf die neue übertragen, wie im oben genannten Beispiel, in dem die Präposition im deutschen Satz weggelassen wird, da es im Türkischen keine gibt.[1] Allerdings beruhen lediglich 5% bis 10% aller Fehler auf Interferenzen.

Sprachsensibler Unterricht lebt von der praktischen Umsetzung im Unterricht. LeMi-Lehrkräfte bieten Fortbildungen, Methodenwerkzeuge und Strategien für sprachliche Standardsituationen, Lese- und Schreibsituationen an, die Methodik der Sprachförderung im sprachsensiblen Fachunterricht fördern.

 


[1] Stattdessen gibt es wenige Postpositionen, z. B. bıçak ile (oder verkürzt bıçakla) – mit dem Messer.

 


LeMi-Expertin: Frau Aysen Hendek

LeMi-Expertin: Frau Vasiliki Dourakaki

LeMi-Experte: Herr Thomas Smiatek

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Elternarbeit

Elternarbeit mit LeMis

 

Eine gute Kooperation zwischen Eltern und Lehrern bildet die Grundlage für den Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern. Gerade in Gesprächen mit Eltern nichtdeutscher Muttersprache haben Lehrkräfte oftmals Schwierigkeiten. Man fühlt sich nicht verstanden, nicht ernst genommen oder hat das Gefühl, dass man mit ihnen nicht zusammenarbeiten kann. Hintergrundinformationen über kulturelle und sprachliche Unterschiede und ein Einblick in Türöffner und Stolpersteine in Gesprächen mit Eltern nichtdeutscher Muttersprache, v.a. mit türkischen Eltern, können die wesentliche Grundlage für eine „Bildungspartnerschaft“ darstellen.

 

 


LeMi-Expertin: Frau Vasiliki Dourakaki

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